Hallo Ihr Lieben,
heute ist ein Künstlerinterview mit der Literaturzeitschrift Lautschrift online gestellt worden. Wenn Ihr Bock habt, könnt Ihr Euch hier durchschmökern...
Mit herzlichsten Grüßen aus dem Breisgau,
Simon Felix
Monday 14 May 2012
Sunday 22 April 2012
Todesengel
Auf Gottes Händen balanciert
Bis zu den Rändern vorgedrungen
Ins tiefste Tal hinab gestiert
Vor Schatten hinters Licht gesprungen
Von Höhen himmlisch aufgesaugt
Blutleere Linien überschritten
Schutzengelscharen aufgebraucht
Beim Höllenritt Schiffsbruch erlitten
An tausend Enden angeeckt
Vom Wahnsinn bittersüß durchdrungen
Dornröschen im Schlaf aufgeschreckt
Am Abgrund engelsgleich gesungen
Vereinsamt in die Dornenrosen
Gefallen um aufzuerstehn
Im Glanze des ewiglich Großen
Darf ich demütig weitergehn ...
© Simon F. Geiger, Augsburg, April 2012
Bis zu den Rändern vorgedrungen
Ins tiefste Tal hinab gestiert
Vor Schatten hinters Licht gesprungen
Von Höhen himmlisch aufgesaugt
Blutleere Linien überschritten
Schutzengelscharen aufgebraucht
Beim Höllenritt Schiffsbruch erlitten
An tausend Enden angeeckt
Vom Wahnsinn bittersüß durchdrungen
Dornröschen im Schlaf aufgeschreckt
Am Abgrund engelsgleich gesungen
Vereinsamt in die Dornenrosen
Gefallen um aufzuerstehn
Im Glanze des ewiglich Großen
Darf ich demütig weitergehn ...
© Simon F. Geiger, Augsburg, April 2012
Sunday 15 April 2012
Angst vor der Explosion
Mit glänzenden Augen stehe ich da
Kribbeln im Bauch, Angstschweiß im Haar
Freibier getrunken, stehend gegessen
Nach endlosen Stunden zu Warten vergessen
Kurz vor dem Auftritt
Textblätterknittern durch zaghaftes Zittern
Knirschendes Knistern beim Passagen durchwispern
Ein Endorphin-Wellen durchflutendes Beben
Ein sich Auf-Wolke-sieben hebendes Schweben
Die Vorfreude steigt, vom Zeh bis zum Bauch
In Finger- und Haarspitzen kribbelt es auch
Ich steig auf die Bühne
Mein Herz in der Hand
Das Publikum klatscht
Es gegen die WAND!
Kribbeln im Bauch, Angstschweiß im Haar
Freibier getrunken, stehend gegessen
Nach endlosen Stunden zu Warten vergessen
Kurz vor dem Auftritt
Textblätterknittern durch zaghaftes Zittern
Knirschendes Knistern beim Passagen durchwispern
Ein Endorphin-Wellen durchflutendes Beben
Ein sich Auf-Wolke-sieben hebendes Schweben
Die Vorfreude steigt, vom Zeh bis zum Bauch
In Finger- und Haarspitzen kribbelt es auch
Ich steig auf die Bühne
Mein Herz in der Hand
Das Publikum klatscht
Es gegen die WAND!
Foto | Julia Dreier, 2011 Text | Simon F. Geiger, 2011
Tuesday 03 April 2012
Das Wolfsgewand
Ich sehne mich im Welt-Gedrehe
Nach Wärme und Geborgenheit
Doch egal wohin ich sehe
Nichts als falsche Fröhlichkeit
Menschen die sich malträtieren
Hass regiert nimmt Überhand
Diese Kälte lässt mich frieren
Eiszapfen im Wolfsgewand
Ich will niemals so erkalten
Spür jedoch auch Frost und Gier
Möcht den Eisblock in mir spalten
Den verhassten Wolf in mir
StigmaVerziert: Download
Nach Wärme und Geborgenheit
Doch egal wohin ich sehe
Nichts als falsche Fröhlichkeit
Menschen die sich malträtieren
Hass regiert nimmt Überhand
Diese Kälte lässt mich frieren
Eiszapfen im Wolfsgewand
Ich will niemals so erkalten
Spür jedoch auch Frost und Gier
Möcht den Eisblock in mir spalten
Den verhassten Wolf in mir
StigmaVerziert: Download
Saturday 31 March 2012
Das Streben
Ein Teil des großen Plans
Klein und doch so wunderbar
Ein unscheinbares Was
Tag für Tag auf Achse
Strebend ohne Ziel
So kommt er nie zur Ruhe
Ist ewig unterwegs
Von unsichtbarer Kraft geschoben
Gezogen mehr und mehr
Nicht wissend was der Schieber will
Und dennoch gehorsam
So ist ein Ende nicht in Sicht
Der Wille hält ihn wach
Jetzt ahnend dass er die Antwort
endlich gefunden hat...
Monday 26 March 2012
Das große & das kleine Licht
Man soll das Leben,
das uns geschenkt, das uns gegeben,
mit ganzem Herzen eifrig loben; - und Danke sagen,
für das kleine Licht in uns, und für das große Licht, - dort oben!
Das Große und das kleine Licht
Der Versuch einer Annäherung
Was ist für dich, "die Weltenseele"?
Eine höhere Macht,
Die über uns wacht, allmächtig und sacht,
Ist Fülle von Wahrheit, von Güte und Liebe,
Ist Hoffnung, Erfüllung, Verlust aller Triebe:
Ziel des Strebens und Endpunkt -
Irdischen Lebens.
Ein Etwas,
Verborgen im Nebel,
Verhüllt und versteckt, im Dunkeln, im Grauen,
Leis dösend, tief schlummernd, meist noch nicht geweckt.
Ein Licht,
Zu welchem wir fragend, nichts wissend aufschauen,
Anstatt unsre Augen zu schließen und blind zu vertrauen,
Um uns; in den düstersten Nebel,
In uns Selbst, vorzutrauen.

Ein winziger Samen,
Vom Baume des Lebens
Bereits tief in uns lebt;
Verbuddelt, vergraben,
Bis man ihn findet und hebt;
Ihn liebevoll gießet,
Tagtäglich aufs Neue,
Auf dass er wachse, gedeihe;
In Hoffnung, in Liebe,
In Stille und Treue:
Bis er dann, aufblühend -
ohne letzten Rest Reue,
Uns Menschen und 'Gott',
Wahrhaftig erfreue...
das uns geschenkt, das uns gegeben,
mit ganzem Herzen eifrig loben; - und Danke sagen,
für das kleine Licht in uns, und für das große Licht, - dort oben!
Das Große und das kleine Licht
Der Versuch einer Annäherung
Was ist für dich, "die Weltenseele"?
Eine höhere Macht,
Die über uns wacht, allmächtig und sacht,
Ist Fülle von Wahrheit, von Güte und Liebe,
Ist Hoffnung, Erfüllung, Verlust aller Triebe:
Ziel des Strebens und Endpunkt -
Irdischen Lebens.
Ein Etwas,
Verborgen im Nebel,
Verhüllt und versteckt, im Dunkeln, im Grauen,
Leis dösend, tief schlummernd, meist noch nicht geweckt.
Ein Licht,
Zu welchem wir fragend, nichts wissend aufschauen,
Anstatt unsre Augen zu schließen und blind zu vertrauen,
Um uns; in den düstersten Nebel,
In uns Selbst, vorzutrauen.
Ein winziger Samen,
Vom Baume des Lebens
Bereits tief in uns lebt;
Verbuddelt, vergraben,
Bis man ihn findet und hebt;
Ihn liebevoll gießet,
Tagtäglich aufs Neue,
Auf dass er wachse, gedeihe;
In Hoffnung, in Liebe,
In Stille und Treue:
Bis er dann, aufblühend -
ohne letzten Rest Reue,
Uns Menschen und 'Gott',
Wahrhaftig erfreue...
Saturday 24 March 2012
Ab in die Vergangenheit
Blütezeit
Einsam trieb sie seine Stunden
fern von all dem Lauten ab.
Tief im Innersten entschwunden,
Kreise formend – bis nach unten –
gab ihr Schweigen sich hinab.
Am Ufer seiner Seele blieb es
für Sekunden jahrelang,
über Redeflüsse trieb es
wie ein Liebeslied entlang.
Schließlich zog es seine Runden
in das was schon schien passé:
Durch die Jahre – in Sekunden –
half es heilend beim Gesunden
der verwelkten Orchidee.
Einsam trieb sie seine Stunden
fern von all dem Lauten ab.
Tief im Innersten entschwunden,
Kreise formend – bis nach unten –
gab ihr Schweigen sich hinab.
Am Ufer seiner Seele blieb es
für Sekunden jahrelang,
über Redeflüsse trieb es
wie ein Liebeslied entlang.
Schließlich zog es seine Runden
in das was schon schien passé:
Durch die Jahre – in Sekunden –
half es heilend beim Gesunden
der verwelkten Orchidee.
© Foto: Julia Dreier // © Text: Simon Felix Geiger, Juni 2011
Wednesday 21 March 2012
An die Zentrale
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
ich schreib diese zeilen
ich zeichne und male
jeden buchstaben
mit brennenden händen
auf brandmalwänden
die welt
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
die gurus die heilen
den sprung in der schale
die profis im graben
ein drehen und wenden
mit wundheilhänden
die welt
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
die flitzenden kittel
ein rennen und rasen
von läufern mit titel
die trostlose phasen
mit drogen fort blasen
die welt
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
die wunderheilmittel
die sterilen passagen
die hoffnungskapitel
die wir damals lasen
zwischen den phrasen
die welt
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
ich schreib diese zeilen
ich zeichne und male
jeden buchstaben
mit brennenden händen
auf brandmalwänden
die welt
ein irrenhaus
ich kenn die zentrale
ja ich kenn die zentrale
doch ich brenne nicht mehr
ich schreib diese zeilen
ich zeichne und male
jeden buchstaben
mit aschfahlen händen
auf selbstheilwänden
nieder
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