Für alle Fotos gilt: © Andreas Reichenecker, Mai 2013, Freiburg
Thursday, 9 May 2013
Wednesday, 8 May 2013
Lavastrom
und bisher nicht erahnten Breiten
beginnt ein Lavastrom zu fließen,
um dich zu führen und zu leiten.
Text: Simon Felix | Foto: Julia Dreier
Friday, 3 May 2013
Das schwarze Wort
Bruchstück (Simon F Geiger)
Getroffen von schwarzen Worten auf Pfeilen,
zerbrochen, zersprungen, - aus tausenden Teilen
Gefühle zusammengebunden zu Zeilen, -
dank derer ich fühl wie die Wunden verheilen.
Unaufhaltsam (Hilde Domin)
Das eigene Wort,
wer holt es zurück,
das lebendige
eben noch ungesprochene
Wort?
Wo das Wort vorbeifliegt
verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf, an-
zukommen.
Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort,
immer
am Ende
das Wort.
Getroffen von schwarzen Worten auf Pfeilen,
zerbrochen, zersprungen, - aus tausenden Teilen
Gefühle zusammengebunden zu Zeilen, -
dank derer ich fühl wie die Wunden verheilen.
Unaufhaltsam (Hilde Domin)
Das eigene Wort,
wer holt es zurück,
das lebendige
eben noch ungesprochene
Wort?
Wo das Wort vorbeifliegt
verdorren die Gräser,
werden die Blätter gelb,
fällt Schnee.
Ein Vogel käme dir wieder.
Nicht dein Wort,
das eben noch ungesagte,
in deinen Mund.
Du schickst andere Worte
hinterdrein,
Worte mit bunten, weichen Federn.
Das Wort ist schneller,
das schwarze Wort.
Es kommt immer an,
es hört nicht auf, an-
zukommen.
Besser ein Messer als ein Wort.
Ein Messer kann stumpf sein.
Ein Messer trifft oft
am Herzen vorbei.
Nicht das Wort.
Am Ende ist das Wort,
immer
am Ende
das Wort.
Thursday, 2 May 2013
Freiheit
Solang es heißt: "Wer rennt, gewinnt!"
Wird das, was als Geschenk beginnt
und spontan dem Moment entspringt,
zwanghaft von außen fremdbestimmt.
Wer das System zum Kentern bringt,
und sich selbst vehement frei schwimmt;
indem er denkend selbstbestimmt
wird neu vom Zwang zurechtgetrimmt.
Wird das, was als Geschenk beginnt
und spontan dem Moment entspringt,
zwanghaft von außen fremdbestimmt.
Wer das System zum Kentern bringt,
und sich selbst vehement frei schwimmt;
indem er denkend selbstbestimmt
wird neu vom Zwang zurechtgetrimmt.
Wednesday, 24 April 2013
UnsinniVersum
Nach meinem ersten Gedichte-Band "StigmaVerziert" erscheint nun Anfang Mai auch mein zweites Poesie-Sammelsurium "UnsinniVersum" beim Karlsruher Brot & Kunst Verlag. Auf über 70 Seiten gibt es zahlreiche Poetry-Slam-Texte, 40 Vierzeiler, jede Menge Lyrik und oben drein wunderbare Fotografien von den großartigen Künstlerinnen Julia Dreier und Ramona Freitag. "UnsinniVersum" kann ab jetzt direkt bei mir bestellt werden. Preis: 10 Euro (inklusive Verpackung/Versand).
Brot & Kunst Verlag: www.brotundkunst.blogspot.de
Meine eMail-Adresse: simon.geiger [at] yahoo.de
Was Euch im neuen Band erwartet:
"Höhen und Tiefen, Himmel und Hölle! Simon Felix Geiger setzt die Nadel tief, zieht den Faden durch mehrere Sphären, und näht zusammen, was zusammengehört und doch so oft parallel ins Nichts verläuft. Ein bisschen Heilung für die Körper/Seele/Geist-Einheit Mensch, durch den Faden der Lyrik. Die Suche nach Sinn in den Weiten des UnsinniVersums..." (Timo Schinz)
"Abermals ein großer Wurf des genialen Sprachkünstlers!" (Hans Peter Raber)
"Simon Felix Geiger geht sich schreibend auf den Grund. Er findet zu sich
im (Kontroll-)Verlust, verliert Worte und gewinnt neue, tiefere
Einsichten im Universum, das sich Leben nennt. Den Stimmen im
Kopf, dem Gedanken- und Gefühls-Chaos verleiht er Klang, Ordnung und
Schönheit in Reimform. Das macht Sinn." (Alexandra Gressel)
Thursday, 18 April 2013
Tuesday, 16 April 2013
Frühjahrsvorführung
aus ihrem wohlverdienten Schlaf.
Ne Schneeflocke sitzt wütend unter
‘nem Sonnenstrahl, der auf sie traf.
Winterbleich-entblößte Leiber
sind um Braunwerdung bemüht.
Ein immer noch nicht ganz befreiter
Keimling ruft: „Wie geil, es blüht! –
Auf geht‘s Knospe, werde weiter –
Freude hüpft durch mein Gemüt.
Ach, wie herrlich und wie heiter
alles sorglos springt und sprüht...“
Überschwänglich, manisch-munter,
stillt er seinen Lichtbedarf;
täglich wird nun all das bunter
worauf der Winter Schatten warf.
Foto. Julia Dreier | Text. Simon F. Geiger
Thursday, 4 April 2013
Shaban & Käptn Peng - Von Form zu Form
"(...) doch heute bin ich nicht mehr acht und ich seh das Leben anders, Gott sind wir selbst, Bewusstsein das wandert: Von Form zu Form, um zu wachsen und zu werden - und die Angst jeder Form ist das sogenannte Sterben. Doch Sterben ist Werden und Leiden ist Lernen, und die Scherben die wir erben sind wir selbst aus dem Fernen, - um uns zu geben was wir gegeben haben, in Worten und Gedanken und Gefühlen und in Taten. Und Werden werden wir bis die Welt implodiert und sich alles was ist wieder von vorne gebiert - denn in uns ruht das unendliche Jetzt; es durchdringt und gebiert und zersetzt, und vereint und verteilt und vernetzt so komplex, dass es uns - die Vorstellung zerfetzt. Natur ist nichts weiter als Bewusstsein das wächst, es sind wir, die wir werden im unendlichen Jetzt" (Shaban & Käptn Pen - Von Form zu Form)
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